Der Rosé ist heute wieder cool!
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02. Juli 2010

In den Achtzigern top, in den Neunzigern flopp: Roséweine litten oft zu Unrecht an ihrem schlechten Ruf. Doch jetzt sind sie wieder salonfähig und verführen nicht nur an heissen Sommertagen mit ihrer erfrischenden Art.
Eigentlich sind sie die Zwitter der Weinwelt. Weder die tiefen Farbtöne eines kräftigen Roten noch das leuchtende Gelb eines erfrischenden Weissen bietend, wissen Weinliebhaber oft nicht, was sie mit Roséweinen anfangen sollen. Handelt es sich bei den blassrosa Säften um die lieblichen Frauenweine, als die sie belächelt werden? Sind sie wegen ihrem oft etwas süsslichen Charakter tatsächlich die Einsteigertropfen, als die sie verhöhnt sind?
Ihren Höhenflug erlebten Roséweine in den achtziger und frühen neunziger Jahren. Was - nebenbei erwähnt - auch deshalb nicht erstaunt, weil die Farbe des Weins bestens zu den Sehnerv-zerfressenden Neonfarben dieser Zeit passt. In der Schweiz war vor allem die aus der Region Neuenburg stammenden "Oeil de Perdrix" beliebt. Der Wein, dessen Name "Auge des Rebhuhns" bedeutet und auf die Farbe des Safts hinweist, fand auf jeder Party begeisterte Abnehmer.
ganzer Artikel lesen: Tagesanzeiger, 10.06.2010
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