Chasselas: Gehasst und geliebt
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05. Juni 2010

Die Stirn legt sich in Falten. Gefolgt von einem Nasenrümpfen. Werden Weinprofis auf Chasselas angesprochen, verrät meist schon ihre Mimik, was sie von der Rebsorte halten, noch ehe sie sich dazu geäussert haben. Einzig die rote Traubensorte Gamay dürfte tiefere Verwerfungen der Gesichtstopographie hervorrufen.
Die landläufige Meinung: Aus Chasselas entständen flache, langweilige Weissweine ohne Charakter und Leidenschaft - saure Fendants, fade Féchys. Kurz: billige Weisse, die besser im Kochtopf als im Gaumen landen. Chasselas ist unbeliebt - und die am meisten angebaute Rebsorte der Schweiz. Rund 80 Prozent der Rebflächen des Waadtlandes nimmt Chasselas ein. Wovon es viel gibt, gibt es viel Schlechtes. Hinzu kommt die Erinnerung an eine Zeit, als die Schweizer vor allem mit einheimischen Säften vorliebnehmen mussten - Weine, die nicht unbedingt mit Eleganz und Grösse gleichzusetzen waren.
ganzer Artikel im Tagesanzeiger lesen, 25.05.2010
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